Digital Healthcare Ecosystems

Die Leistungserbringung im Gesundheitswesen ist seit vielen Jahren organisationszentriert aufgebaut. Die Patienent standen informationstechnisch und auch ganzheitlich-medizinisch nicht im Mittelpunkt, sondern der jeweilige Dienstleister.

Gegenwärtige Trends in Europa und auch der Versuch der Einführung des EPD in der Schweiz, deuten darauf hin, dass die Leistungerbringung im Gesundheitswesen eine Nouvellierung erfährt und zwar der Übergang zu einer patientenzentrierten Versorgung.

Die Lösung für eine solche Veränderung ist der Aufbau eines digitalen Ökosystems für die Gesundheitsversorgung.

Infrastruktur technisch gesehen vermögen hier digitale Plattformen in der Datenkoordination, Überwachung und Sammlung unterstützten.

Das primäre Ziel dieses Systems ist es jedoch, die organisationsübergreifende, multidisziplinäre und kollaborative Erbringung von Gesundheitsleistungen zu fördern.

Da der Fokus vieler Organisationen im Gesundheitswesen auf der Optimierung ihrer Prozesse statt des Innovierens ihrer Technologien liegt, nehmen diese Ökosysteme auch die Funktion der Innovationsgeber wahr. Dies alles um die Fähigkeiten der einzelnen Akteure des Gesundheitswesens zu erweitern um mehr Patienten besser versorgen zu können.

Kurzum: Das beste System ist nutzlos, wenn inkonsistente Daten gefördert werden. Das Gesundheitswesen ist ein solch hoch komplexen System, dass im digitalen Aufbau sehr gut durchdacht sein muss.

Ein positives Beispiel, wie man Stammdaten an einem Ort pflegt, solche Systeme einführt und den Bürger auf den Umgang mit Digital Services vorbereitet ist Estland und sein E-Estonia.

Hier kann man erkennen, dass beim Aufbau auch sichergestellt sein muss, dass das Wachstum einer solch mächtigen Plattform homogen und in sich schlüssig sein muss ,und dass dies auch über den Rahmen der Innovation aufrecht erhalten werden kann. Gleichzeitig muss ein solches System fähig sein, die Entwicklung selbst zu regulieren und zu überwachen. Technisch geschieht dies mit einem logischen Aufbau, behördlich mit dem Mut zu weniger Papier, der Kostensenkung und beim Nutzer mit Bildung in Punkto Digitaler Souveränität.

Die innovativen, digitalen Ökosysteme der globalen Gesundheitsbranche versuchen, die Patienten zu unterstützen, indem sie die Qualität der Pflege und Medizin, die Sicherheit, die Zugänglichkeit (z.B. Barrierefreiheit) und die Kosteneffizienz verbessern.

In der Schweiz sind die Systeme immer noch weitgehend papierbasiert, scheuen Informationstools, die evidenzbasierte Best Practices erleichtern könnten. Es gibt also hier noch viel zu tun.

Einzig die Berggebiete stechen als Vorreiter der digitalen Regionen in Sachen Gesundheitswesen heraus. Seit 2017 ist Hannah Bock-Koltschin beratend im Alpine Think Tank tätig und unterstützt auch andere Arbeitsgruppen und Innovationen im Rahmen des EUSALP. Zuvor war sie lange Jahre Mitglied der Taskforce Accessibility at UN und setzt sich bis dato für einen barrierefreien Aufbau solcher Systeme ein.

Gerne unterstützen wir auch Sie lokal, regional, national und global im Auf-und Ausbau von EHealth Systemen bis hin zu ganzen Digital Healthcare Ecosystems.